Alles nur Fake-News?

von Alfred Dagenbach
Nein, es ist kein Fake-News: ein internes Papier aus dem Bundesinnenministerium zur Eindämmung der Corona-Krise ist knallharte Realität.

Nicht nur FOCUS-Online-Redakteur Florian Reiter brachte es im April dieses Jahres ans Licht, auch der  „Spiegel“, die „Süddeutsche Zeitung“ sowie WDR und NDR berichteten darüber.
Doch den Weg in die breite Öffentlichkeit oder gar eine Diskussion darüber gab es in den „Qualitätsmedien“, die sich sonst über jeden Fehler anderer aufregen, nicht – ganz im Sinne des als Verschlußsache definierten Papiers.
Ein Schelm, wer Böses dabei denkt: Im Juli hatte der Bundestag eine Förderung von bis zu 220 Millionen Euro auf mehrere Jahre verteilt für Presseverlage beschlossen …

Das korreliert auch mit einem unter den Tisch fallen gelassenen Leserbrief, den der Autor zum Thema einer ebenfalls von den Medien ignorierten Bundestagsdrucksache aus dem Jahr 2013, in der vor den Defiziten in der Gesundheitsvorsorge im Hinblick auf eine in Deutschland grassierende Pandemie hingewiesen wurde.
Ergebnis der Untersuchung war damals, daß die Bundesrepublik völlig unzureichend auf eine solche Situation eingerichtet ist und es wurden dringend Vorkehrungen zu treffen empfohlen.
Passiert ist unter der Regierung Merkel jedoch nichts: Bekanntlich gab es nicht einmal Masken etc.pp. beim Ausbruch der Corona-Krise.

Das Bundesinnenministerium hat in dem Papier mit dem Titel „Wie wir Covid-19 unter Kontrolle bekommen“ Szenarien zur Ausbreitung des Coronavirus entworfen.
Damit soll verhindert werden, daß aus einer Gesundheitskrise eine Staats- und Systemkrise werden könnte – und genau dem muß mit allen psychologischen Tricks schon zur Sicherung der einträglichen Pfründe und Mandate, um die sich jetzt wieder Hunderte reißen, gegengehalten werden.
Das Geheimpapier wurde am 22. März dem Verteidigungsministerium (sic!) und dem Bundeskanzleramt vorgelegt.

„Zwölftausend Tote im günstigsten Fall“.
Im internen Papier sprechen sich die Autoren unter anderem für flächendeckende Massentests der Bevölkerung nach dem Vorbild Südkoreas aus: „Ein der Lage angemessenes und schrittweises Eingreifen in wirtschaftliche und gesellschaftliche Abläufe wird dadurch erst ermöglicht (…)“, heißt es in dem Text.
Prognostiziert werden zwölftausend Tote im „günstigsten“ Fall.
Suggeriert werden soll damit offenbar, daß es noch viel schlimmer werden würde – natürlich nur, wenn man nicht nach der Regierungspfeife tanzt.

Drastische Maßnahmen zur Krisenkommunikation.
Laut FOCUS weigerte sich das Innenministerium, das Papier auf Grundlage des Presserechts und des Informationsfreiheitsgesetzes für andere Medien verfügbar zu machen.
Es sei „Verschlusssache“ und „nur für den Dienstgebrauch“.
Dagegen hatte das gemeinnützige Portal „Frag den Staat“ das vollständige, 17 Seiten lange Papier veröffentlicht.
Dabei kam heraus, daß sich das Papier nicht nur mit der Frage beschäftigt, wie die Pandemie am besten einzudämmen ist, sondern auch, welche Kommunikationsstrategien anzuwenden seien nach dem Motto: „Wie vermittle ich den Menschen den Ernst der Lage? Und wie bewege ich sie zum Mitmachen, wenn es um Ausgangsbeschränkungen geht, um Restaurantschließungen und ums Homeoffice?“

Angst und Schrecken
Dazu wird als Motto empfohlen: „Es kommt etwas sehr Bedrohliches auf uns zu, wir haben die Gefahr aber erkannt und handeln entschieden und überlegt“.
Ganz genauso läuft jetzt das über die Medien willfährig verbreitete Schreckensszenario ab.
Schlimmer noch: „Um die gesellschaftlichen Durchhaltekräfte zu mobilisieren, ist das Verschweigen des Worst Case keine Option.
Wer die Gefahr abwenden will, müsse sie kennen und der „Ernst der Lage“ dürfe nicht unterschätzt werden.
Um die gewünschte Schockwirkung zu erzielen, müssen die konkreten Auswirkungen einer Durchseuchung auf die menschliche Gesellschaft verdeutlicht werden“, heißt es dazu.

In Beispielszenarien, die bei verängstigten Zeitgenossen inzwischen ihre Wirkung nicht verfehlt haben, wird „Das Ersticken ist für jeden Menschen eine Urangst“ postuliert und laut FOCUS begründet:
Viele Schwerkranke werden von ihren Angehörigen „ins Krankenhaus gebracht, aber abgewiesen, und sterben qualvoll um Luft ringend zu Hause. Das Ersticken oder nicht genug Luft kriegen (sic) ist für jeden Menschen eine Urangst. Die Situation, in der man nichts tun kann, um in Lebensgefahr schwebenden Angehörigen zu helfen, ebenfalls.

Man schrickt in dem Geheimpapier sogar davor nicht zurück, Kindern Angst zu machen: „Kinder werden sich leicht anstecken, selbst bei Ausgangsbeschränkungen, z.B. bei den Nachbarskindern“, heißt es in dem Text. „Wenn sie dann ihre Eltern anstecken, und einer davon qualvoll zu Hause stirbt und sie das Gefühl haben, Schuld daran zu sein, weil sie z.B. vergessen haben, sich nach dem Spielen die Hände zu waschen, ist es das Schrecklichste, was ein Kind je erleben kann.“

Als dritte Maßnahmen sollen mögliche Langzeitschäden offenbar Angst und Schrecken vergrößern: „Auch wenn wir bisher nur Berichte über einzelne Fälle haben, zeichnen sie doch ein alarmierendes Bild“, heißt es in dem Bericht. „Selbst anscheinend Geheilte nach einem milden Verlauf können anscheinend jederzeit Rückfälle erleben, die dann ganz plötzlich tödlich enden, durch Herzinfarkt oder Lungenversagen, weil das Virus unbemerkt den Weg in die Lunge oder das Herz gefunden hat. Dies mögen Einzelfälle sein, werden aber ständig wie ein Damoklesschwert über denjenigen schweben, die einmal infiziert waren.“

Dazuhin solle nach der Formel: „2019 = 1919 + 1929“ historisch argumentiert werden.
Gemeint sei damit die im Jahr 1919 unter der Menschheit wütenden Spanische Grippe, der bis zu 50 Millionen Menschen zum Opfer gefallen waren – und 1929 erinnere an die damalige Weltwirtschaftskrise, die auch zum Aufstieg des Faschismus beigetragen hätte.

Die Botschaft der Autoren des Papiers laut FOCUS: „Die Corona-Pandemie wird so schlimm wie Spanische Grippe und Weltwirtschaftskrise zusammen, wenn es nicht gelingt, sie einzudämmen. Diese Formel werde „jedem einleuchten“, schreiben die Verfasser.

Angeblich sollen laut „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (FAZ) eine „Gruppe von zehn Fachleuten“ an dem Papier gearbeitet haben, von denen sie nur vier Ökonomen als Autoren erwähnt – das Innenministeium lehnt die Preisgabe der übrigen Namen ab.

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Ein Gedanke zu “Alles nur Fake-News?

  1. Die elektronischen Wächter, automatisierte Programme ganz im Sinne von Merkel-Söder-Seehofer-Esken-denGrünen-sowieso zensieren nach vorgegebenen Algorithmen und „Schlüsselwörtern“ und Kombinationen das Netz und nehmen Einfluß auf e-Mails. Und wenn 2021 die Grünen mit Söder an die Macht kommen, erlebt D eine der schlimmsten D-E ihrer Geschichte.

    Mails wie diese, mit der verdächtigen Wortkombination „Corona“ und „Hysterie“ werden (noch harmlos) als „Schadmail“ indiziert (s. Screenshot), mit anderen (aalglatten) Mail gleichen Absenders passiert das (noch) nicht. Bei Stalin und Mielke wäre es das Wort „Reaktionär“ oder ähnliches gewesen, dann ab in den Gulag.

    In der nächsten Diktatur-Errichtungs-Stufe wird eine solche Mail gleich ganz zensiert und erreicht die Adressaten nicht mehr, sondern nur noch BND und Verfassungsschutz. Und übermorgen, wenn Göhring-Eckard und co. zur Totaldiktatur gegen „Klimafeinde, Klimagefährder oder wie auch immer dann die neuen Verunglimpfungsworte heißen mögen) ausholen und es nicht mehr nötig haben, ihr wahres Gesicht noch halbwegs zu verbergen, werden die e-Mail-Provider verpflichtet, gleich die sofortige und rücksichtslose Offenlegung des Absenders und dessen Wohnort offenzulegen – denn steht im Morgengrauen ein BND-Kommando vor unserer Haustür beschlagnahmt Rechner und wir sind in U-Haft – und in den Medien wird über den spektakulären Schlag gegen die Gefährder-Zelle, die Leugner, Hasser, etc. … berichtet.

    Wie lange werden wir noch frei kommunizieren können? Ausgangssperre, persönliche Treffen verboten, Telefonüberwachung. Die DDR 2.0 ist schon da. Bald kommt DDR3.0, dann China-, dann Nordkora-Zustände.

    In U-Tube werden inzwischen alle Beiträge, die vom Main-Stream abweichen, gelöscht. Utube ist kein freies Medium mehr, das www sowieso nicht mehr. Vorsichtig kritische Corona-Beiträge werden von U-Tube zwar nicht gelöscht, U-Tube UNTERBINDET hier aber die Kommentar-Funktion, um jeglichen Austausch und Aufkommen freier Meinungsäußerungen, die vom Mainstream abweichen, zu unterbinden.

    Es ist erschreckend, wie die „Masse“ wie bei Dauereinwirkungsgewalt von oben und Dauerbeschwörung des „Bösen“ sich überwältigend unterwirf und stockholmsydromisiert gegen die eigenen Mitmenschen, gegen die eigenen Landleute, denunzierend bis meuchelnd vorgeht. Der Wendehals ist heufigste Subspecies unter dem Homo sapiens.

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