Marschmusik und andere Zeitgeister

von Klaus Miehling

Ein Leser, bezugnehmend auf das im letzten GMNB angesprochene Thema Nationalsozialismus und Jazz, hat mich gebeten, etwas zu Marschmusik zu schreiben, die ja dazu da sei, den Kampfgeist anzustacheln. Das ist aber nur eine ihrer Funktionen. So sind viele Märsche eher als Konzertmusik konzipiert und haben beispielsweise einen ruhigen Mittelteil. Oder sie haben eine repräsentative Funktion. Auch bei Militärparaden wäre es kontraproduktiv, wenn die Soldaten aggressiv würden und um sich schössen. Ein Marsch muss disziplinieren. Gewaltmusik dagegen stachelt eher zu Hedonismus, ungeordneter Rebellion und blinder Aggression an – Dinge, die man beim Militär überhaupt nicht gebrauchen könnte. Die Soldaten sollen nicht die Kaserne kurz und klein schlagen (wie es bei den Beatles und Rolling Stones mit Konzerthallen geschehen ist), sondern geschlossen gegen den Feind marschieren. Deshalb besteht zwischen typischen Märschen und Gewaltmusik doch ein großer Unterschied.

Die Ermittlungen gegen Farid Bang und Kollegah wurden eingestellt. Bemerkenswert ist die Begründung: „Zwar seien die Liedtexte voller vulgärer, menschen- und frauenverachtender Gewalt- und Sexfantasien, heißt es in der Entscheidung, die den Beteiligten zuging. Weil sie aber damit dem Genre ‚Gangsta-Rap‘ gerecht werden, sei dies nicht strafbar.“

https://web.de/magazine/unterhaltung/stars/echo-eklat-2018-ermittlungen-gangster-rapper-kollegah-farid-bang-eingestellt-33015132

Da könnte man auch argumentieren: Weil ein Einbrecher von Beruf Einbrecher ist und damit seinem Beruf gerecht wird, war sein Einbruch nicht strafbar. Und natürlich erst recht: Weil ein antisemitischer und gewaltverherrlichender Text dem Genre „Rechtsrock“ gerecht wird, ist er nicht strafbar. Da allerdings haben Gerichte schon anders entschieden und Musiker wegen „Volksverhetzung“ verurteilt! Zweierlei Maß auch in der Justiz.

In meinem letzten Einkommensteuerbescheid waren die Beiträge für Kranken- und Pflegeversicherung nicht berücksichtigt. Also habe ich Widerspruch eingelegt und einen schriftlichen Nachweis der Beiträge beigefügt. Antwort: Der schriftliche Nachweis genügt nicht, die Höhe der Beiträge muss von der Krankenkasse auf elektronischem Weg an das Finanzamt übermittelt werden.

Da sieht man wieder das zweierlei Maß, das bei denen, die schon länger hier leben (und arbeiten), und bei denen, die erst seit kurzem hier leben (und nicht arbeiten) angelegt wird: Hier wird sogar ein schriftlicher Nachweis zurückgewiesen, dort genügen bloße mündliche Behauptungen ohne jeden Nachweis. – „Ich Syrer, ich Asyl. Hier meine zwei Frauen und zehn Kinder.“ – „Herzlich Willkommen in Deutschland, ihre soundsoviel tausend Euro sind pünktlich an jedem Monatsersten auf Ihrem Konto.“

Durch die Explosion des Atomkraftwerks von Fukushima (2011) kam kein einziger Mensch ums Leben (durch den Tsunami natürlich schon). Trotzdem beschloss die Bundesregierung genau aus diesem Anlass den endgültigen Atomausstieg. Als Folge der Grenzöffnung (2015) kamen schon viele Menschen ums Leben, die durch die unkontrolliert Hereingelassenen ermordet wurden. Was macht die Bundesregierung hier? „Nun sind sie halt da“, hat die Kanzlerin gesagt, und sie wehrt sich starrsinnig gegen den vernünftigen und mit dem Dublin-Abkommen konformen Plan des Innenministers, Asylbewerber, die bereits in einem anderen Land abgelehnt wurden, an der Grenze zurückzuweisen. Und was macht eine deutsche Richterin? Gibt einem „Flüchtling“ eine Bewährungsstrafe für den Mord an einem Deutschen:

https://www.express.de/30583290

Wie das möglich ist? In Deutschland ganz einfach: Man nennt einen grundlosen Schlag ins Gesicht, der so heftig ist, dass er mit dem Tod des Opfers endet, „Körperverletzung mit Todesfolge“ und wendet auf den (angeblich) 19jährigen das täterfreundliche Jugendstrafrecht an – obwohl ab 18 Jahren das Erwachsenenstrafrecht angewendet werden könnte. Solche Richter(innen) machen sich zu Komplizen des Verbrechens.

Aber auch Politiker, die den Zuzug von Kriminellen fördern, machen sich zu Komplizen des Verbrechens. Annegret Kramp-Karrenbauer wird zitiert: „Man sei gegen die von der CSU geforderte Zurückweisung von Flüchtlingen an der Grenze. Die Befürchtung sei, dass dieses Vorgehen zu einem ‚Dominoeffekt‘ und einer ‚Infragestellung des Europäischen Einigungswerks‘ führen könne, für welches die CDU immer gestanden habe.“ Das heißt also: Zuerst Europa, dann Deutschland. Auch wenn man über Leichen gehen muss. Nichts steht über der Ideologie, nicht einmal das Recht auf Leben – wie es im Sozialismus, Merkels politischer Heimat, schon immer der Fall gewesen ist.

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