„Rechte Filterblase“

von Klaus Miehling

Neulich warf mir jemand vor, in einer „rechten Filterblase“ zu leben. Der Ausdruck „Filterblase“ bezieht sich darauf, dass man in sozialen Netzwerken vor allem solche Inhalte vorgeschlagen und gezeigt bekommt, die den eigenen Interessen und Vorlieben entsprechen. Grundsätzlich ist das richtig. Deshalb glauben auch einige Regierungskritiker, dass die Wahlen manipuliert wären und die AfD eigentlich stärkste Fraktion sein müsste – sie bewegen sich eben nur auf patriotischen Netzseiten und in entsprechenden Facebook-Gruppen und erhalten so den Eindruck, auf Seiten der Mehrheit zu stehen.

Trotzdem weise ich den Vorwurf für mich zurück, denn nach wie vor rezipiere ich auch Systemmedien, insbesondere das öffentlich-rechtliche Fernsehen, für das ich ohnehin zu zahlen gezwungen werde. „Kenne deine Feinde“, wie es so treffend heißt. Aber nicht nur das: Wie fast alle Deutschen meiner Generation und erst recht die Jüngeren habe ich ja die meiste Zeit meines Lebens geradezu in einer linken Filterblase verbracht. Vor wenigen Jahren – es ist kaum zu glauben – wusste ich nicht einmal, dass meine Vorstellungen eines gerechten Staates, der seine Bürger effektiv vor Übergriffen auf Eigentum, Gesundheit und Leben schützt, ihnen sonst aber individuelle Freiheit gewährt, unter dem Namen „Libertarismus“ ein seit langem existierendes politisches Konzept ist. So ist das, wenn man in einer linken Filterblase lebt! Im Politikunterricht der Schule wurde das ebenso verschwiegen wie in den Systemmedien. Es ging nur um ein mehr oder weniger der Sozialstaates – aber dass der 8ozialstaat als solcher eine falsche, ineffektive und geradezu ungerechte Einrichtung ist, die das Recht auf Eigentum missachtet, das darf nicht einmal diskutiert werden. Sogar die AfD stellt es nicht in Frage.

Alexander Gauland hat letzte Woche im „Mittagsmagazin“ auf die Frage nach seinem Verständnis von „links“ und „rechts“ mit verblüffender Einfachheit geantwortet: Links ist Gleichheit, rechts ist Freiheit. Da ist viel Wahres dran – allerdings wäre dann Anarchie, die doch als „links“ gilt, die konsequenteste Umsetzung einer „rechten“ Gesellschaft. Insofern bleibt es schwierig mit diesen Begriffen

.

Besonders hinweisen möchte ich schließlich auf den an letzter Stelle verlinkten Beitrag in diesem GMNB. Ein Lehrer von Integrationskursen berichtet von seinen Erfahrungen mit Merkels Gästen, die dereinst unsere Rentenkassen füllen und unseren angeblichen Fachkräftemangel beheben sollen. Machen Sie sich auf etwas gefasst! Es geht weit über die bekannten Klagen von Unpünktlichkeit und Fernbleiben vom Unterricht hinaus.

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